© HVV Pivitsheide V.L. e.V. - 2023
Vom Anfang und wie es  weiterging
Heimat-und Verkehrsverein
Pivitsheide V.L. e.V.

„Was dem Einzelnen nicht möglich ist, das vermögen viele.“ Friedrich Wilhelm Raiffeisen

Gut 10 Jahre nach dem Ende des Krieges war auch in der Gemeinde Pivitsheide V.L. die Lust auf Zukunft zu spüren. Nicht wenige Bürgerinnen und Bürger wollten ehrenamtlich bei der Gestaltung des Luftkurortes mitwirken. Denn als solcher war Pivitsheide V.L. anerkannt, was derzeit sogar im Poststempel vermerkt war. So kam es am 1. 7. 1954 im Eichenkrug zur Gründung der Heimat- und Verkehrsverein Pivitsheide V.L. e.V.

Die Gründungsmitglieder stellten sich folgende Aufgaben:

den Fremdenverkehr fördern Veranstaltungen für Gäste und Einwohner durchführen Bänke im Ort aufstellen und pflegen das Dorfbild verschönern Gemeinschaft und Geselligkeit pflegen In den Jahren von 1954 bis ca. 1965 gab es in Pivitsheide mehrere Pensionen und Ferienwohnungen. In den besten Jahren gab es bis zu 30 000 Übernachtungen pro Jahr. Viele Gäste kamen aus dem Ruhrgebiet. Die Stahlkonzerne schickten damals ihre Mitarbeiter in das schöne Lipperland, um sich von ihrer schweren Arbeit zu erholen. Die Stahlarbeiter und die Ruhrkumpel genossen die saubere Luft und kamen immer gern wieder auch nach Pivitsheide V.L.. Die Saison begann im April und endete im Spätherbst. Im Laufe der sechziger Jahre ging der Fremdenverkehr hier zugunsten des Ferntourismus ständig weiter zurück. Die Stahlarbeiter und Bergleute kamen nicht mehr. Zum Teil nahmen Gäste aus Berlin ihren Platz ein und es wurde Altenerholung angeboten. Weil der Fremdenverkehr weniger wurde, änderten sich nach und nach die Aufgaben des Verkehrsvereins Unbeschadet von dieser Entwicklung blieben der Heimatgedanke und die Bestrebungen zur Verschönerung des Ortes. Beispielhaft sind nachstehend einige Projekte und die ehrenamtlichen Aktivitäten aufgeführt: An der „Schnurschatze“ auf dem Kusselberg wird seit 1981 der Grillplatz „Kussel“ unterhalten, der auch von Dritten genutzt werden kann. Die Regeln sind hier zu sehen Aktionen zum Thema „Sauberes Dorf“ z.B. seit einigen Jahren auch die vorösterlichen Müllsammelaktionen mit Schüler*innen der „Kusselbergschule“ und den Bürger*innen. Um das Naherholungsgebiet „Rethlager Mühle“ mit dem dazugehörigen Teich nach dem Verkauf an einen auswärtigen Investor für die Bevölkerung zu erhalten, hat sich der Verein für den Ankauf des Geländes durch die Stadt Detmold eingesetzt. Als dies 1989 gelungen war, übernahm der HVV die Patenschaft für das Gelände und „Teichpaten“ pflegen seitdem die Rasenflächen und Sträucher. Im Jahr 2005 wurde der“ Rethlager Mühlenteich“, der Bachlauf der Rethlage und das anschließende Gelände umfassend saniert und ist heute ein Schmuckstück des Dorfes. Dort findet auch seit einigen Jahren das „Mühlenteichfest“ statt. Ein „Highlight“ im Vereinsleben, zu dem sich viele Pivitsheider einfinden. Am Samstag nach dem 6. Dezember findet eine Nikolausfeier für Jung und Alt am Mühlenteichgelände statt. Hier beschenkt der „Nikolaus“ alle Pivitsheider Kinder die ihn an diesem Tag besuchen. Diese Veranstaltung ist für die Pivitsheider in der Adventszeit ein Muss. Während der Advents- und Weihnachtszeit erstrahlt an der „Eichenkrugkreuzung“ ein Weihnachtsbaum, der nunmehr zum Gelände des „Begegnung- und Erinnerungspark Pivitsheider Tor“ gehört. Der Park auf dem ehemaligen Friedhof ist ein weiteres Naherholungsgebiet im Ortskern, mit sehenswerten Objekten. Der Sprudelstein mit der Sitzbankgruppe, der Torbogen, das „Glockendenkmal“, das „Straßenbahndenkmal“, das Insektenhotel „Zur wilden Biene“ und der Baumlehrpfad bieten den Besucher*innen einiges. Das „Tor zur Kussel“ an der Wilhelm-Mellies-Straße ist ein weiteres vom HVV erstelltes sehenswertes Projekt. Viele Jahre wurde auch das Pivitsheider Waldfreibad Fischerteich mit handwerklichen Arbeiten unterstützt. Mit einem großen Kaffee- und Kuchenbuffet beteiligt sich der Verein auch beim „Fischerteichfest.“ Weiter Aktivitäten des Vereins sind die Wandergruppe, Die Radwandergruppe, die plattdeutsche Gruppe und die Steckenpferde. Zweimal im Jahr organisiert der Verein für seine Mitglieder Busfahrten, eine Eintagesfahrt zu verschiedenen Sehenswürdigkeiten in der näheren und weiteren Umgebung und eine 2-oder 3-Tagesfahrt, bei der auch weiter entfernt liegende Ziele bis sogar bis ins benachbarte Ausland ansteuert angesteuert werden. Der gesellschaftliche Höhepunkt des Vereinsjahres ist der Bühnenball, der seit 1958 durchgeführt wird. In den ersten Jahren gestaltete die Kibitzbühne das Programm. Seit vielen Jahren organisieren und gestalten die „Steckenpferde“ aus dem Verein selbst mit einem abwechslungsreichen Programm die Unterhaltung der Gäste. Dieser kurze Überblick vom Beginn bis heute zeigt, ehrenamtliches Engagement kann zur Tradition und belohnt werden, wenn ein gut geführter Verein dazu die Möglichkeit bietet.
Die Gründungsversammlung des Heimat- und Verkehrsverein Pivitsheide V.L. e.V. fand am 1. 7. 1954 im Eichenkrug in Pivitsheide VL. statt. Folgende Personen gehörten zu den Gründungsmitgliedern: 1. Brinkmann, Ewald 2. Dolstra, Agnes 3. Elkenkamp, August 4. Friedrich, Rudolf 5. Funke, Gustav 6. Gaus, Simon 7. Hambusch, Reinhard 8. Hambusch, Wilhelm 9. Kleemann, August 10. Körner, Helmut 11. Landwehr, Erika 12. Moshage, Max 13. Mellies, Heinrich 14. Schlepper, Wilhelm 15. Schling, Horst 16. Steffen, Rudolf 17. Wiemann, Walter 18. Wind, Erich 19. Zech, Gerhard 20. Schramm, Oswald
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